+++ Ausgaben für Weihnachtsgeschenke 2019 +++

Presse-Information der FOM

Essen, 6. November 2019

Umfrage 2019: 5600 Studierende der FOM Hochschule befragten bundesweit über 62.000 Frauen und Männer

Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielen beim Kauf der Weihnachtsgeschenke kaum eine Rolle

Das Thema Nachhaltigkeit spielt beim Geschenkekauf vor Weihnachten nur eine untergeordnete Rolle. Überraschend ist vor allem, dass die jüngeren Generationen offenbar wenig Wert auf einen umwelt- und ressourcenschonenden Einkauf in der Adventszeit legen. Das ergab eine von der FOM Hochschule für Oekonomie & Management durchgeführte bundesweite Umfrage unter rund 62.000 Frauen und Männern zwischen 12 und 99 Jahren.

Unter dem Oberbegriff „Nachhaltigkeit“ hatten die Forscher die Bedeutung von umweltfreundlichen Materialien (z.B. Holz statt Plastik), die Verwendung gesundheitsschonender Lacke und Farben, Ökosiegel, biologische Herstellung und die Recyclingfähigkeit von Produkten zusammengefasst. Auf die Frage, ob diese Kriterien Einfluss auf den Geschenkekauf ausüben würden, gaben 77 Prozent der 12- bis 22-Jährigen an, das dies für sie keine Rolle spiele. Bei der Generation Y (23-38 Jahre) waren es noch 67 Prozent, bei den 39- bis 54-Jährigen immerhin noch mehr als Hälfte (55 %).

Nur 26 Prozent aller Befragten zwischen 12 und 99 Jahren gaben an, bei der Verpackung ihrer Geschenke auf umweltfreundliche Verpackungen wie zum Beispiel Recyclingpapier zu achten. Ebenfalls nur 26 Prozent aller Befragten wollen auch an Weihnachten unnötigen Müll vermeiden.

Was schenken die Deutschen?

Die Hitliste der Geschenke ist 2019 im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant. Jeder zweite Deutsche verschenkt zu Heiligabend Geschenkgutscheine (51 %), gefolgt von Kosmetik (46 %), Konzert- und Theaterkarten (44 %), Büchern (41 %) und Schmuck (40 %). Weit abgeschlagen liegen hingegen eher traditionelle Geschenke wie Heimtextilien und Lederwaren (jeweils 15 %) oder Hausrat bzw. Porzellan (17 %). Durchschnittlich beabsichtigt jeder Bundesbürger 2019 rund 475 Euro für Weihnachtsgeschenke auszugeben.

Weihnachtseinkauf im Internet

Persönliche Empfehlungen von Freunden und Bekannten sind die wichtigsten Informationsquellen für den Geschenkekauf (53 %), noch deutlich vor Social Media und anderen Online-Medien (21 %). Das Internet ist als Kaufplattform aber weiterhin angesagt: Bei den 23- bis 38-Jährigen geben sogar rund 90 Prozent der Befragten an, die Bestellung im Internet zu tätigen. Gut die Hälfte der Bevölkerung kauft die Geschenke aber auch noch im Fachgeschäft in der Stadt und weiß die persönliche Beratung zu schätzen.

Ältere Generation lässt sich Zeit

Der Generationenvergleich zeigt zudem Unterschiede bei der Frage, wann Geschenke gekauft werden. Hier lässt sich das Ergebnis klar auf die Formel bringen: Je jünger, desto kurzfristiger vor Weihnachten wird eingekauft, und je älter, desto mehr Zeit für Auswahl und Kauf lassen sich die Befragten. So geht jeder zweite junge Mensch erst in den letzten acht Tagen vor dem Fest auf Shoppingtour, bei den Älteren (über 38 Jahre) haben dagegen zu diesem Zeitpunkt schon rund zwei Drittel ihre Geschenke beisammen.

Zur Studie

Die FOM Weihnachtsumfrage ist eine der größten Umfragen dieser Art in Deutschland. Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie und Statistik der FOM, beteiligten sich rund 30 Professorinnen und Professoren an der Studie. Rund 5.600 Studierende befragten im Herbst 2019 in Face-to-face-Interviews mit standardisierten Fragebögen bundesweit rund 62.000 Frauen und Männer im Alter von 12 bis 99 Jahren, quotiert nach Geschlecht und Alter.

Viele weitere Ergebnisse der Studie, zum Beispiel die Auswertung unterteilt nach Einkommensgruppen und weiteren Alterseinteilungen sowie die komplette Studie finden Sie unter fom.de/weihnachtsbefragung2019 zum Download.

Nur 26 Prozent aller Befragten zwischen 12 und 99 Jahren wollen bei der Verpackung ihrer Geschenke auf umweltfreundliche Materialien wie zum Beispiel Recyclingpapier achten.

Mit über 55.000 Studierenden ist die FOM die größte private Hochschule Deutschlands. Sie bietet Berufstätigen und Auszubildenden an bundesweit 32 Hochschulzentren die Möglichkeit, berufsbegleitend praxisorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Gesundheit & Soziales, IT-Management sowie Ingenieurwesen zu absolvieren. Die Studienabschlüsse sind staatlich und international anerkannt. Initiiert wurde die FOM von der gemeinnützigen Stiftung BildungsCentrum der Wirtschaft mit Sitz in Essen. Die Hochschule ist vom Wissenschaftsrat akkreditiert und hat von der FIBAA Anfang 2012 das Gütesiegel der Systemakkreditierung verliehen bekommen – als erste private Hochschule Deutschlands. Weitere Informationen: http://www.fom.de.


+++ Künstliche Intelligenz in Deutschland - Meinungen und zukünftige Einschätzung +++

Presse-Information der FOM

Essen, 12. September 2019

Künstliche Intelligenz im Alltag: Wie groß ist die Akzeptanz in Deutschland?

Ein Volk zwischen Hoffnung, Angst und Zuversicht

Mit der Speicherung und Auswertung unzähliger Daten treibt die globale Wirtschaft die Entwicklung und Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Deutschland weiter voran. Doch wie denken die Menschen darüber? Einerseits empfinden sie KI als nützlich und glauben, dass intelligente digitale Technologien das Leben in vielen Bereichen erleichtern und Ressourcen einsparen können. Andererseits hat jeder Zweite in Deutschland beim Thema KI Sicherheitsbedenken, nahezu ein Drittel der Bevölkerung hat sogar Angst vor einer KI-bestimmten Zukunft. Das sind zentrale Ergebnisse einer Umfrage, bei der Studierende der FOM Hochschule bundesweit mehr als 21.800 Menschen befragt haben.

In Face-to-face-Interviews fanden die Studierenden unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser heraus, dass über 90 Prozent der befragten Frauen und Männer (90,8% bzw. 93,4%) von dem Begriff „Künstliche Intelligenz“ zumindest schon einmal gehört haben. Rund 90 Prozent der Männer und 85 Prozent der Frauen wissen auch, was unter dem Begriff verstanden wird. Dabei ist der Kenntnisstand bei der Generation Y (24-38 Jahre) mit knapp 93 Prozent am höchsten, während von den älteren Traditionalisten (76-99 Jahre) nur rund 58 Prozent über KI Bescheid wissen. Auch der Bildungsstand spielt bei diesem Thema eine Rolle: Während 93 Prozent der Hochschulabsolventen die Bedeutung von KI kennen, sind dies bei Menschen ohne beruflichen Bildungsabschluss nur rund 74 Prozent.

Nutzung von KI in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und Haushalt

Die 20.004 Teilnehmenden, die mit dem Begriff KI etwas anfangen konnten, wurden zur weiteren Befragung in drei Gruppen unterteilt und zur Alltagsnutzung von Künstlicher Intelligenz in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und Haushalt befragt. Auf dem Gebiet der Mobilität denken knapp 80 Prozent, dass KI in Infotainment- und Navigationssystemen vorkommt, rund 70 Prozent vermuten den Einsatz von KI beim assistierten Fahren und rund 57 Prozent bei der Verkehrssteuerung, z.B. der Ampelschaltung. Im Bereich der Gesundheit sehen die Befragten KI-Nutzung vor allem in Health- und Fitness-Trackern (71,1%) und beim Einsatz intelligenter Geräte in Kliniken (51,9%). Die Gruppe, die zum Thema Haushalt befragt wurde, geht davon aus, dass KI vor allem in Reinigungsrobotern (64%), im Sprachassistenten Alexa (63,3%) und in Smartwatches (59%) vorkommt.

Nützlichkeit versus Sicherheit

Insgesamt 55 Prozent der 20.004 Befragten halten Künstliche Intelligenz für nützlich, gleichzeitig haben aber auch 54 Prozent Sicherheitsbedenken und 29 Prozent sogar Angst vor dem Einsatz dieser Technologie. 52 Prozent glauben wiederum, dass KI das Leben erleichtert. Dennoch gaben nur 19 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, dass sie Produkte mit KI bereits nutzen.

Selbst junge Menschen sorgen sich vor Fremdsteuerung

Auch bei der Frage nach der Zukunft von und mit Künstlicher Intelligenz sind die Meinungen in der Bevölkerung äußerst ambivalent. Einerseits sagen 62 Prozent der Befragten, dass sie KI befürworten, sofern dadurch Ressourcen eingespart werden können. Andererseits haben aber auch 59 Prozent das Gefühl, bei zu großem Einsatz von KI fremdgesteuert zu sein und möchten sich lieber auf Menschen denn auf Roboter verlassen. Wertet man diese Fragen nach Generationen aus, zeigt sich, dass sich selbst bei der jungen Generation Z, also bei den 17- bis 23-Jährigen, über die Hälfte der Befragten vor einer Fremdsteuerung durch KI sorgt und sich lieber auf Menschen verlässt.

Nachholbedarf bei der Kommunikation

Prof. Dr. Oliver Gansser: „Unsere Befragung zeigt, dass die Menschen in Deutschland nach wie vor äußerst zwiespältig beim Thema KI sind. Da scheint es auf Seiten der Unternehmen und der Forschung also noch großen Nachholbedarf bei der Kommunikation dieses zukunftsbestimmenden Themas zu geben.“ Interessant sei auch die Tatsache, dass es keine nennenswerten Unterschiede in der Meinung von Städtern im Vergleich zur Landbevölkerung gebe.

Die gesamte Auswertung der Studie gibt es unter fom.de/sommerumfrage2019